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Alsfeld. Eine Reise Wert.

Alsfeld, am nördlichen Rand des Vogelsbergkreises im Zentrum Hessens gelegen, verfügt über fast 17.000 Einwohner/-innen. Ansicht der Stadtmauer AlsfeldÜber die Autobahn A5, die direkt an Alsfeld vorbei führt, sind es ca. 130 Kilometer bis Frankfurt, 90 bis Kassel und Gießen und Fulda liegen in ca. 50 Kilometer Entfernung.

Alsfeld liegt am Oberlauf der Schwalm, die von hieraus Richtung Norden in die Eder fließt, und am südlichen Rand des Knüllgebirges, einer wenig besiedelten, waldreichen Landschaft mit dem Landschaftsschutzgebiet Knüllwald.

Alsfeld ist auf Grund seiner gut erhaltenen Altstadt und seiner vielen, sehenswerten Fach­werkhäuser weit über die Grenzen Hessens hinaus bekannt. Die zahlreichen, engen Gassen bieten dem Besucher zahllose Motive. Über die Grenzen hinaus bekannt: das Alsfelder Rathaus.Eines der bekanntesten unter ihnen dürfte wohl das Fachwerk-Rathaus im Zentrum der Altstadt sein, das von 1512 bis 1516 in der früher üb­lichen Rähmbauweise errichtet wurde. Den steinernen Unter­bau nutzten die Alsfelder früher als Markthalle. Über den Pranger am Weinhaus müssen wir uns hier nicht auslassen, bietet Alsfeld doch viele andere architektonische und erfreulichere Blickfänge vergangener Baukunst. An das 1538 erbaute Weinhaus mit seinem Staffelgiebel „lehnt“ das älteste, in Ständerbauweise errichtet Fachwerkhaus der Stadt. Teile des Hauses stammen von 1350 und zwei Keller mit Tonnengewölbe aus der Zeit der Stadtgründung.

Die Kirchen in Alsfeld.

Über die drei Gebäude ragt im Hintergrund die in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaute Walpurgiskirche. Passend zu Architektur schuf Charles Crodel 1963 im Innern die den Raum prägende Verglasung. Die ehemalige Klosterkirche der Augustiner, die Dreifaltigkeitskirche aus dem 14. Jahrhundert, steht am südlichen Rand der Altstadt. Sie besitzt, wie bei Kirchen des Bettelordens üblich, keinen Turm.

Ein kleiner Auszug aus der Geschichte der Stadt.

Urkundlich erwähnt wurde Alsfeld erstmals im Jahre 1069. Ausgrabungen ergaben, dass es hier im 9. bzw. 10. Jahrhundert bereits eine romanische Kirche gab und der Ort vermutlich in der Zeit der Karolinger entstand. Die Landgrafen von Thüringen bauten an der historischen Handelsstraße „der Kurzen Hessen“ zwischen 1180 und 1190 eine Burg, die die Entwicklung Alsfelds zur Stadt begünstigte. 1222 erhielt Alsfeld die Stadtrechte. Von 1247 bis 1567 gehörte Alsfeld zur Landgrafschaft Hessen, trat 1254 dem Rheinischen Städtebund bei und war zeitweise Residenzstadt Hermann II., der sich hier 1395 ein Schloss erbaute. 1567 wechselte Alsfeld zu Hessen-Marburg und 1604 zu Hessen-Darmstadt.

1972 entstand bei der hessischen Gebietsreform durch den Zusammenschluss mit dem Kreis Lauterbach und dem Raum Schotten aus dem Landkreis Alsfeld der Vogelsbergkreis mit der Kreisstadt Lauterbach.

1975 erklärte der Europarat Alsfeld zur „Europäischen Modellstadt“. In den folgenden Jahren wurden viele der Fachwerkhäuser, das Rathaus, der Pranger und eines der ältesten Fachwerkhäuser Deutschlands restauriert.

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